Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein nichtinvasives Behandlungsverfahren, das bei verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden kann.
Zu den möglichen Anwendungsgebieten zählen unter anderem Kalkschulter, Tennis- und Golferellenbogen, Beschwerden der Achillessehne, das Patellaspitzensyndrom sowie chronische Fersenschmerzen bei Plantarfasziitis. Auch bei bestimmten muskulären Beschwerden und schmerzhaften Triggerpunkten kann die Stoßwellentherapie ergänzend in Betracht gezogen werden.
Bei der Behandlung werden mechanische Druckwellen gezielt in die betroffenen Gewebebereiche geleitet. Diese können biologische Prozesse im Gewebe beeinflussen und körpereigene Reparaturmechanismen anregen.
Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit sowie die körperliche Belastbarkeit zu verbessern.
Je nach Beschwerdebild können mehrere Behandlungssitzungen sinnvoll sein. Häufig werden drei bis fünf Sitzungen durchgeführt. Eine mögliche Besserung kann sich bereits während der Behandlungsserie zeigen, teilweise aber auch erst im weiteren Verlauf.
Die Erfolgsaussichten hängen insbesondere von der zugrunde liegenden Erkrankung, der Dauer der Beschwerden und individuellen Faktoren ab. Ein Behandlungserfolg kann nicht garantiert werden. Die wissenschaftliche Studienlage unterscheidet sich je nach Anwendungsgebiet.
Die extrakorporale Stoßwellentherapie gilt bei fachgerechter Anwendung als vergleichsweise risikoarmes Verfahren. Während oder nach der Behandlung können vorübergehend Schmerzen, Hautrötungen, Schwellungen oder Blutergüsse auftreten. Schwerwiegende Komplikationen sind selten.
Ob eine Stoßwellentherapie im individuellen Fall sinnvoll ist, wird im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung und Beratung entschieden.